Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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89 ſcheiden wir unter heißen Thränen von der guten Mutter. Bald darauf haben wir unſern Wagen er⸗ reicht und ſagen unſerer Heimath zum zweiten Male Lebewohl.

Fünftes Kapitel.

Die Zuſammenkunft⸗— Das Duell.— Keine Hoff⸗ nung mehr.

Das Verſprechen eines guten Trinkgeldes treibt die Poſtillone zu größtmöglicher Eile. Wir fliegen dahin, daß die Funken ſprühen. Peter ſucht nach Kräften mich zu zerſtreuen, aber ich höre nicht auf ihn: ich träume nur von Adolphinen und dem jun⸗ gen Marquis. Die Sehnſucht nach Paris läßt mir keine Ruhe, und doch weiß ich nicht, was ich dort will; Alles geht mir im Kopf durch einander.

Endlich kommen wir in Paris an. Obgleich es nahe bei zehn Uhr Abends iſt, muß ich mit Lucilie reden. Ich laſſe Peter zu Hauſe und gehe in's Hotel; der arme Schelm iſt noch ganz betäubt von der Eile, womit wir gereist ſind.

Der Portier kennt mich, ſo komme ich leicht in's Haus. Die Fenſter ſind hell erleuchtet: gewiß hat die Frau Gräfin Geſellſchaft. Mit klopfendem Her⸗ zen ſteige ich die Treppe hinauf, die zu Luciliens Wohnung führt; auf der Mitte derſelben begegnen

Paul de Kock. LXXXvI. 7