Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

40

zufrieden iſt und an Nichts Mangel leidet. Ueber Deinem Glück haſt Du Deine armen Eltern nicht vergeſſen und das iſt recht; wär' ich ſo reich gewor⸗ den wie Du: ich glaube, das hätte mir den Kopf verrückt und doch hab' auch ich ein gutes S Sapperlot,'s iſt ſchon ſpät und ich wohne im Fau⸗ bourg St. Jaques.“

„Nein, Freund Peter,“ ſagte Herr Dermilly, „Du wohnſt von heut' an bei mir und Deinem Bru⸗ ver. Wir wollen was Rechtes aus Dir machen.“

„Wär's möglich!“ ruft Peter und ſchmeißt vor Freude den Armſtuhl um.„Ich hier wohnen, in vieſem ſchönen Hauſe? Alle Hagel! aber mein Kratzeiſen ſollt' ich haben und meinen Ranzen! Oder laß' ich das bis morgen. Potz Sapperment, das

muß ſich flott leben hier!“

Peter geräth außer ſich vor Freude. Ich drücke Herrn Dermilly gerührt die Hand und nehme Peter mit auf mein Schlafzimmer, denn es iſt ſchon ſpät und Herr Dermilly bedarf der Ruhe. In meinem Zimmer wird Peter nicht müde, die herrlichen Mo⸗ bilien anzuſtannen.„Hier ſoll ich wohnen, ich?“ ruft er ein über's andere Mal verwundert aus.

Dennoch drückt ihn Etwas. Er möchte zu gerne wiſſen, warum ich geweint habe.

„Aber ſage, Bruder, was bekümmerte Dich ſo auf

dem dunkeln Gange in dem Hauſe?“ fragt er mich. „Ich will und muß es wiſſen.“.

„Später, lieber Bruder.“

„Rein, Andreas, gleich, ich habe nicht eher Rühe.

†