Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Mitunter lud er mich auf ein Glas Kümmel in die Schnapsboutique an der Ecke ein.“

„Ein Banguier, der in einer Schnapsboutique mit Kümmel Dich traktirt?“ wiederholt Herr Der⸗ milly, ungläubig den Kopf ſchüttelnd.„Euer Herr Loiſeau, Freund Peter, hat mir ganz das Ausſehen eines Schelms, der eine tüchtige Tracht Prügel ver⸗ dient.“

„Bald darauf wurde ich krank und da es mit dem Verdienſt nicht ſo recht vorrücken wollte, ſo mußte ich lange krumm liegen und konnte der guten Mutter nichts ſchicken. Da führte mich mein Schick⸗ ſal oder mein guter Stern in das Haus, wo ich Dich wie ein Kind weinend fand, obgleich Du in ſo netten Kleidern ſteckteſt.“

Die letzten Worte Peters zogen mir das Blut in's Geſicht.

Um dem Geſpräch eine andere Wendung zu geben, fing ich eiligſt an, dem Bruder meine Geſchichte zu erzählen, von unſerer Trennung an bis auf den Augenblick unſeres Zuſammentreffens.

„Meiner Seeln,“ ruft Peter,„Du hatteß Recht mit dem kleinen Porträt, das Du auf der Bruſt trugſt; Du haſt ihm Dein Glück zu verdanken. Aber ſag', Andreas, wie verſchieden ſind wir jetzt! Du biſt ein ſchöner, vornehmer Herr, haſt Talente, Kenntniſſe und Anſtand wie ein Graf, und ich bin geblieben, was ich war, bin noch eben ſo dumm wie zuvor; aber Du liebſt mich wie ehemals, das iſt die Hauptſache. Du haſt gemacht, daß unſere Muiter