ſuchſt du Andreas, bis du ihn findeſt. Aber, du mein Gott, vergebens ſuchte ich Dich wie'ne Steck⸗ nadel, vergebens fragte ich jeden Savoyarden, der mir in den Wurf kam. Sie konnten Dich nicht ken⸗ nen, weil Du inzwiſchen ein vornehmer Herr gewor⸗ den warſt. Endlich hatte ich eine hübſche Summe erſpart: die ſchickſt du der guten Mutter, dachte ich bei mir. Aber wie fängſt du das an? Aus der Verlegenheit half mir ein Herr, ein alter Kunde von mir, dem ich oft die Schuhe wichſen mußte,
wofür er nie zahlte, um, wie er ſagte, mir recht viel auf einmal geben zu können. Ich habe viele Bekannte in Savoyen, ſprach er zu mir. Gib mir das Geld und du darfſt dich darauf verlaſſen, daß es richtig beſorgt wird.“ Das licß ich mir nicht zweimal ſagen, wie Du leicht denken kannſt! Ich gebe ihm hundert Franken, und nach einiger Zeit brachte ey mir einen ſchönen Dank und die beſten Grüße von Seiten der Mutter und des Bruders.“
„Armer Peter,“ unterbrach ich ihn,„der Kerl hat Dich betrogen. Die Mutter weiß Nichts von Dir; ſie glaubt, Du ſeieſt längſt geſtorben.“
„Wär's möglich?! Und doch hatte der Herr ein ehrlich Geſicht! Nach einiger Zeit bot er mir auf's Neue ſeine Dienſte an.“
„Wie heißt der Herr?“
„Wart' nur, wie heißt er doch!.. Loiſeau.. ja, ja, Loiſeau, ein Banquier.“
„Und ſeine Adreſſe?“
„Die weiß ich nicht. Er kam immer zu mir.


