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ich mich nach Dir erkundigte, gab er mir auswei⸗ chende Antwort, bis er eines Morgens ſagte, Du habeſt Paris verlaſſen und man wiſſe nicht, wohin Du gegangen ſeieſt. Bruder, ich kann Dir nicht ſagen, wie ich bei der Nachricht weinte! Der Ge⸗ danke, Dich nie wieder ſehen zu ſollen, plagte mich Tag und Nacht. Bald darauf wollte ich nach Paris. »Du thuſt beſſer, bei mir zu bleiben, antwortete der alte Knauſer, der mich nicht miſſen wollte;„ nicht Jeder findet in Paris ſein täglich Brod.⸗ Zugleich verſprach er mir, an meine Mutter zu ſchreiben, um ſie über meine Lage zu berühigen. So lebte ich fünf Jahre im Hauſe des alten Geizhalſes. Je größer ich ward, um ſo ärger langweilte ich mich bei ihm, der ſich ewig über meinen Heißhunger beſchwerte, dennoch wagte ich nicht, ihn zu verlaſſen; ich bin von Natur ſchüchtern, wie Du weißt. Als er mich eines Morgens zum zweiten Frühſtück bei einem Paar Aepfel fand, gab er mir endlich meinen Abſchied. „Du biſt erſt zwölf Jahre alt,⸗ ſagte er, ,und frißt ſchon wie ein Fünfundzwanzigfähriger. Wo will das hinaus? Ich muß mich nach einem jüngeren, nicht ſo ausgehungerten Diener umſehen. Geh' nach Paris, vielleicht findeſt du deinen Bruder wieder. Da haſt du deinen Lohn für fünf Jahre.. mit ſechszig Franken kann man ſchon was anfangen!“ Zum erſten Male durfte ich eine ſo große Summe mein nennen. Luſtig und guter Dinge kehrte ich nach Paris zurück. Machſt du als Schornſteinfeger kein Glück, ſagte ich mir, ſo läufſt du Boten, du biſt alt genug dazu. Auch


