Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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„Andreas? Mein Bruder? Sie... Du, mein Bruder? Unmöglich!“

Es dauert lange, ehe ich ihm ſeine Zweifel pe⸗ nehmen kann. Meyrere Minuten halten wir uns brüderlich umſchloſſen, ohne Worte finden zu können.

„Du, mein Bruder? mein Andreas? Du, in ſo ſchönen Kleidern?“ hebt er endlich an.„Und Du weinteſt?“

„Und Du, Peter, noch immer in Deinem alten Kittel? Und Du ſangſt?“

„Ja, Bruder, ich ſinge immer. Aber haſt Du denn Dein Glück gemacht, Bruder, daß Du wie ein Prinz gekleidet gehſt? Was Teufel heuleſt und flen⸗ neſt Du denn?“

„Später davon, Freund, jetzt will ich ganz dem Glücke mich hingeben. O, mein todt geglaubler Bruder!“

„Kein Wunder, Andreas. Seit ich dem Kerl im rothen Rock, der mich freſſen wollte, davon lief, haben wir uns nicht geſehen.“

„Komm', Bruder, komm' ſchnell mit mir,“ ſage ich nach einer neuen Umarmung,„zu meinem... zu unſerm beſten Freunde, er wird Dich eben ſo freund⸗ lich aufnehmen.“

„Nur Geduld, Bruder, erſt hab' ich mir Ant⸗ wort zu holen hier im Hauſe das trägt ganzer zehn Sous ein, und das iſt was, meiner Seel'!“

„Komm' nur, Bruder, Dir gehört all' mein Hab und Gut.“

„Bruder, den Kunden darf ich nicht verlieren,