„Nir für unchut, Harr,“ ſagt er.„Der Harr hat Schmerzen, wie mir dünkt; ſind wir gefallen auf der Treppe, die ſo finſter iſt wie'ne alte Kuh, oder haben wir uns den Schädel zerſtoßen, oder ſind wir übergefahren worden? Das kommt wohl vor in Paris. Man ruft: vorgeſehen! aber man man hört ſein eigen Wort nicht vor all dem Spek⸗ takel. Befehle der Harr was, ſo well ich's Sie be⸗ ſorgen thun.“
Wie wenig ich auch geſtört zu ſein wünſchte, ſo blieb ich doch nicht gleichgültig gegen die Stimme, die offenbar einem Savoyarden angehörte. Das Herz verhärtet ſich nie gegen die Erinnerungen an das Vaterland. Mit lebhafter Theilnahme kehre ich mich dem jungen Menſchen zu und antworte ihm freundlich:
„Dank Dir, Freund, ich brauche VWhts.“
Der Ton, in dem ich das ſagte, mußte ihn nicht recht überzeugt haben, denn er tritt näher auf mich zu und ſagt nach einem Weilchen:
„Das glaub' ich kaum, Harr!“
Ich trockne lächelnd meine Thränen aus den Augen und frage ihn: 2
„Du biſt aus Savoyen, nicht ſo2“
„Woran thut der Harr das merke?“*
„An Deiner Sprache, Freund.“
„Bah! Iſt der Harr vielleicht auch aus Sa⸗ voyen?“ 4 „Ja, Freund, ich bin Dein Landsmann.“ „Das hätt' ich mir nich traumen laſſen, Harr.


