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flo ſſen und noch habe ich nicht gewagt, meiner Wohl⸗ thäterin einen Beſuch zu machen. Dafür gehe ich allabendlich mehrere Stunden vor dem Hotel auf und ab. Lucilie kommt dann und wann zu mir, namenilich wenn ſie weiß, daß ich allein im Atelier arbeite; denn Lucilie liebt die Tete-utétes. Von ihr höre ich, daß Fräulein Adolphine ſeit meiner Abweſen⸗ heit ſehr niedergeſchlagen iſt und auf keinen Ball mehr gehen will. Wüßteſt Du, Lucilie, wie angenehm die Nachricht in meinen Ohren klingt! Herr von Therigny, ſo erzählt ſie weiter, verthut viel Geld auf Pferde und Wagen. Er ſoll auch eine Tänzerin an der großen Oper unterhalten. Meinetwegen zehn, wenn er nur von ſeiner Couſine abläßt! Leider findet ihn der Herr Onkel höchſt bezaubernd, weil er ihm jeden Morgen irgend eine Neuigkeit von Chevet zuſchickt. Ihr Schluß iſt ewig derſelbe;„Ich betheure Ih⸗ nen, ich habe den engliſchen Unterricht ganz aufge⸗ ſteckt und den Herrn Champagne dittv. Kommen Sie doch in's Hotel. Es iſt nicht hübſch von Ihnen, daß Sie die gnädige Frau ſo ganz vernachläßigen.“ Ach, ich käme gern, wüßte ich nur, was mich ins⸗ geheim davon abhält. Aber auch Herr Dermilly drängt in mich, und weil ſeine Wünſche mir Befeble ſind, gehe ich denn envlich nach ſorgfältig gemachter Toiletle. Ohne eitel zu ſein, gebe ich wos auf ge⸗ ſchmackvolle Kleidung; im Stillen wünſche ich zu gefallen. Ich bin faſt eben ſo gut gekleidet wie ver Herr Marquis, und Lucilie verſichert, ich habe eine ganz ausgezeichnete Tournure.


