—
17
ſchränkt iſt, kann ihm nicht länger zuſagen. Wir ſehen uns recht oft, nicht wahr, Andreas?“
Ich ſtottere nothdürftig eine Antwort, denn die unläugbare Betrübniß Adolphinens über die bevor⸗ ſtehende Trennung verwirrt mich. Darauf ſcheinen auch die Thränen zu deuten, die ich in ihren Augen ſehe.
„Ehe ich Sie fortlaſſe, Andreas,“ fängt meine Wohlthäterin von Nenem an,„muß ich Ihnen meine Abſichten mit Ihnen entdecken. Ich wollte Ihnen die Mittel an die Hand geben, ſich hier in Paris zu etabliren, und Sie an das Mädchen verheirathen, das Sie lieben.“
„Das ich liebe?“ wiederhole ich beſtürzt, während Adolphine mich heimlich anſieht und aufmerkſam zu⸗ horcht.
„Ja, Andreas, ich habe die Gefühle Ihres Her⸗ zens errathen.“
Ich blicke erröthend nieder.
„Nicht gleich,“ fährt die Gräfin fort.„Sie ſind noch zu jung zum Heirathen, Andreas, aber wenn die Zeit da iſt zu Ihrer Vermählung mit.. Na⸗ netten, ſo liegt die Mitgift für Sie bereit. Neh⸗ men Sie das an als einen geringen Beweis meiner Erkenntlichkeit für die Verdienſte Ihres ſeligen Va⸗ ters um mich und meine Tochter.“
Nanette!. Sie glaubt alſo— Adolphine viel⸗ leicht auch— ich liebe Nanette! Nein, ich will und muß ihnen den Irrthum nehmen. Adolphine blickt auf ihre Zeichnung nieder, aber die Hand ruht; jetzt


