Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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mich das junge Kammermädchen, halb zärtlich, halb

betrübt.

Gegen eilf Uhr ruft mich endlich Lucilie zur gnä⸗ digen Frau hinunter, die mich ſprechen will. Adol⸗ phine ſitzt bei der Mutter und zeichnet.

Die gute Caroline bezeugt mir die wärmſte Freund⸗ ſchaft, Adolphine ſieht mich huldvoll lächelnd an: Beide eifern in die Wette, die Kränkung des Mar⸗ quis in Vergeſſenheit zu bringen. Ich eröffne dann der Gräfin meinen Wunſch, bei Herrn Dermilly zu wohnen, vorausſetzlich mit ihrer Einwilligung. Adol⸗ phine ſcheint ängſtlich auf die Antwort⸗der Mutter zu warten. Nach kurzem Beſinnen antwortet dieſe:

Ich kann es Ihnen nicht verdenken, Andreas, und habe Nichts gegen Ihren Umzug, nicht, als ob ich fürchtete, die geſtrigen Auftritte würden ſich er⸗ neuern, ſondern weil ich glaube, daß die Gegenwart

des Marquis Ihnen läſtig fallen muß. Da Ihre

Erziehung beendet iſt, müſſen Sie jetzt Welt und Menſchen aus eigener Anſchauung kennen lernen, wozu Sie nicht leicht beſſere Anleitung finden als bei Herrn Dermilly, dex Sie eben ſo herzlich liebt

wie ich, und das will Biel heißen, Andreas! Bei

ihm ſind Sie eben ſo güt aufgehoben wie bei mir. Das tröſtet mich über Ihre Trennung von uns. Wie, Mutter, Du läßeſt ihn fort? ruft Adolphine. Weil ich's gut mit ihm meine, liebe Tochter. Andreas iſt jetzt neunzehn Jahre alt; der Aufenthalt hier, wo er faſt ausſchließlich auf ſein Zimmer be⸗