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In dem Augenblick tritt meine Wohlthäterin in's„ Zimmer: ſie hat unſern Streit gehört und iſt als⸗ bald herbeigeeilt, ihrer Schmerzen nicht achtend. Adolphine wirft ſich in die Arme ihrer Mutter und ruft:„Gib es nicht zu, liebe Mutter, daß ſie ſich zanken. Wenn Du wüßteſt...
„Ich weiß Alles,“ erwiedert die Gräfin.„Therigny, ich glaubte, Sie hätten mehr Achtung vor mir! Be⸗ denken Sie, daß Sie in meinem Hauſe ſind und in Gegenwart meiner Tochter.“
„Wie, liebe Tante, Sie
„Schweigen Sie, Therigny! und Sie, Andreas, gehen Sie auf Ihr Zimmer... kommen Sie mor⸗ gen zu mir.. gehen Sie, Andreas, ich bitte Sie.“
Damit reicht ſie mir ihre Hand, die ich ehrer⸗ bietig küſſe. Dann gehe ich hinaus, ohne den Mar⸗ quis anzuſehen, damit nicht mein Zorn mich zu einer Pflichtvergeſſenheit gegen meine Wohlthäterin hin⸗ reiße.
Oben erwartet mich Lueilie; hier kann ich mei⸗ nen Gefühlen freien Lauf laſſen. Mit großen Schrit⸗ 1 ten ſpaziere ich im Zimmer auf und ab, ohne Lucilie zu beachten, die mich von Zeit zu Zeit am Rock zuſt.
„Das iſt zu arg!“*
„Was iſt zu arg, Andreas?“
„So beſchimpft zu werden und in Gegenwart Adolphinens.“
„Von wem?“
„O, meine Wohlthäterin, ohne ihre Nähe, wer weiß, wozu mein Zorn mich gebracht hätte!“—


