Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Ich habe Sie gehört, mein Herr, aber nicht ge⸗ wußt, daß Sie zu mir reden.

Zu wem ſonſt? Glauben Sie, ich trage Beden⸗ ken, den Herrn Savoyarden mit Namen Andreas fortgehen zu heißen?

Sie haben recht, Herr; ich bin Savoharde und rechne mir's zur Ehre an. Meine Landsleute ſind vekannt wegen ihrer Ehrlichkeit, Treue und Dank⸗ varkeit. Zeit meines Lebens will ich ihnen in dieſen ererbten Tugenden nacheifern. Dieß Gut iſt mir lieber als alles Geld und alle Titel ſo mancher vor⸗ nehmer Böſewichter.

Schöne Phraſen das, mein Lieber. Gewiß ha⸗ ben Sie die im Aubigu oder de la Gatté gelernt. Aber jetzt machen Sie, daß Sie fortkommen.

Sie haben hier Nichts zu befehlen, Herr!

Unverſchämter! Ich will Dich Mores lehren.

Mein Blut kocht in meinen Adern.. aber Adol⸗ phine kommt auf mich zu und ſieht mich flehend an.

Mein Gott, warum dieſer Streit? ruft ſie. Couſin, was hat Ihnen Andreas zu Leide gethan?

Ihr Andreas iſt ein unverſchämter Geſell.

Länger halt ich's nicht aus: ich will auf den Mar⸗ quis zuſtürzen, da wirft ſich Adolphine flehend zwi⸗ ſchen uns.

Ohne die Anweſenheit von Fräulein Adolphine, rufe ich dem Marquis zu,ließe ich mich nicht un⸗

geſtraft kränken. Danken Sie ihr! Ich glaube gar, er will mir trotzen. Wart', ich will Dich lehren