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„Wie konnt' ich das, Andreas? Sind Sie nicht mein Jugendfreund? mein Lebensretter?“
„O, daß ich mich Ihnen ganz widmen dürfte! Wüßten Sie nur, wie ich mich überall nach Ihnen zurückſehnte. Ich kannte nur Einen Wunſch: Sie bald möglichſt wiederzuſehen.“
Faſt entſchlüpft mir mein Geheimniß, ſo glücklich vin ich. Ich vergeſſe, daß ich vor Fräulein Adolphine ſtehe, daß eine weite Kluft mich von ihr trennt, da yöre ich Schritte im Nebenzimmer. Ich habe kaum Zeit, ihre Hand loszulaſſen, als— der Marquis in den Saal tritt.
Als er mich erblickt, verzieht er höhniſch die Lip⸗ pen, geht auf ſeine Couſine zu, ſetzt ſich ihr gegen⸗ über und nimmt ſie vertraulich bei der Hand. Ach⸗ er kennt den Werth dieſes Schatzes nicht! 2
„Wie ich höre, iſt die Frau Mama unwohl, liebes Couſinchen, auch ich leide an Kopfſchmerzen, darum will ich mit Ihnen recht nach Herzensluſt lachen⸗ bis ſie fort ſind.“
Dann ſieht er mich verächtlich an und ruft:
„Was machen Sie da? Gehen Sie hinaus, wir brauchen Sie nicht.“
Ich ſtehe wie angewurzelt, meine Augen feſt auf den Marquis gerichtet. Nur mit äußerſter Mühe halte ich mich zurück.
„Haben Sie mich verſtanden?“ hebt er nach einer Weile an, als er mich noch immer auf dem nämlichen Platze ſieht.„Ich gebiete Ihnen⸗ hinaus⸗ zugehen.“


