Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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der Geſundheit meines Reiſegefährten nicht den er⸗ wünſchten Erfolg hat.

Täglich wird er magerer, bleicher und ſchwächer. Ich fürchte, die Ausflüge in die Berge ſchaden ihm, weil er ſich zu ſehr anſtrengt. Aber ſo oft ich ihn davon abhalten will, ſagt er: 3

Laß mich die Natur bewundern und an ihrer Herrlichkeit mich laben, ſo lange ich noch kann. Viel⸗ leicht iſt mein Ende nahe; bis dahin möchte ich meine Zeit ſo nützlich als möglich anwenden.

Wir bringen faſt zwei Monate in dieſen ſchönen Gebirgsgegenden zu. Herr Dermilly will nun nach Genf. Wir miethen Saumthiere und, von Führern geleitet, pilgern wir in kleinen Tagereiſen weiter und ruhen aus, wo es uns gefällt. Solch' ein Reiſen lob' ich mir. Jetzt haben wir den Genferſee erreicht. Herr Dermilly iſt ſchwach und leidend. Ich ſehe voraus, daß wir einige Zeit in Genf bleiben müſſen, was ich nach Paris ſchreibe. Seit länger denn zwei Monaten haben wir keine Nachricht. Wie mag es im Hotel zugehen? Sollte ich ſchon vergeſſen ſein?

Bald darauf antwortet mir Nanette. Immer dieſelbe Güte und Sanftmuth! Sie ermahnt mich, Herrn Dermilly ſo ſorgfältig als möglich zu pflegen und ihn keinen Augenblick allein zu laſſen. Warum antwortet Lueilie nicht eben ſo ſchnell? Sie, die mir bis an's Ende der Welt nachlaufen, aus Sehnſucht nach mir ſich umbringen wollte? die von Krämpfen befallen wurde? Woher der Verzug? Bin ich doch noch ſo jung!