Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Neigung, wie glücklich könnte ich jetzt ſein! Jetzt erſt, in meinem vierzigſten Jahre, ſehe ich ein, wie unver⸗ nünftig ich handelte; damals, im fünfundzwanzigſten Jahre, dachte ich anders. Ich warne Dich, Andreas: ſollteſt Du eine Neigung fühlen, die keinen Erfolg ver⸗ ſpricht, ſo reiß' Dich heraus, dann ſiegſt Du über ſie.

Herr Dermilly hat ganz recht. Statt ewig von der reizenden Adolphine zu träumen, thäte ich beſſer, meinem Herzen anderweitige Beſchäftigung zu geben, ſelbſt auf Unkoſten meiner Treue gegen Lucilie. Aber ich bin noch weit von den Vierzigen und denke jetzt, wie Herr Dermilly im fünfundzwanzigſten Jahre dachte.

Mein Gefährte unterhält mich von Nanette, Bernhard, meiner Mutter und dem armen Peter, der gewiß nicht mehr lebt. Wie gerne höre ich ihm zu. Nein, die Liebe hat ſo ſüße Erinnerungen noch nicht aus meinem Herzen verbannt! Dafür unter⸗ halte ich ihn von der gnädigen Frau. Dann, glaube ich, träumt er noch eben ſo ſanft wie in ſeinem fünf⸗ undzwanzigſten Jahre.

Zum Lohn dafür unterhält er mich wieder von Adolphine. Dann mache ich's, wie er zuvor. Keine Sylbe entfällt mir, und ich bitte ihn, immer wieder von vorn anzufangen. So verſtändigen ſich unſere Herzen auf's Beſte. Unter dieſem gegenſeitigen Aus⸗ tauſch von Gedanken und Gefühlen verfließt die Zeit auf's Angenehmſte.

Unſer Weg geht zuerſt nach Baſel, wo wir einige Zeit vleiben wollen, um die Umgegend zu beſuchen. Die Stadt ſelbſt iſt ziemlich finſter; die Einwohner