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bittet ſie mich, ſie zu begleiten, um noch länger bei mir zu ſein. Ich habe ja nicht weit; ihre Thüre iſt der meinigen gegenüber. Luecilie bittet mich einzu⸗ treten; ſie habe noch keine Luſt zu ſchlafen. Ich auch nicht, und wie könnte ich ihr Etwas abſchlagen, die mir ſo viel Anhänglichkeit bezeugt! Ich gehe alſo hinein, nur für einen Augenblick, aber ich weiß nicht, wie es kommt: die ganze Nacht verfliegt und die liebe Sonne findet mich noch in Lueiliens Kammer.
„Mein Gott,“ ruft das junge Kammermädchen, „Alle ſind ſchon wach im Hotel. Wenn ſie Dich fort⸗ gehen ſehen, was werden ſie von mir denken?“
Gewiß keine Unwahrheit! ſag' ich bei mir. Doch begreife ich, daß man gewiſſe Dinge nicht an die große Glocke hängen darf. Lurilie will, ich ſoll bis an den Abend in ihrer Kammer verſteckt bleiben. So weit geht meine Vorſicht nicht und ich finde mich veranlaßt, Lucilie in aller Güte zu widerſprechen. Ich glaube, ſie hätte mich gar zu gern ganz bei ſich behalten!!
Ueberdieß habe ich noch allerlei Vorkehrungen zu treffen für die morgige Abreiſe. Trotz der flehent⸗ lichſten Bitten Luciliens, die Alles für ihren guten Ruf befürchtet, ſchlich ich mich fort aus ihrer Kam⸗ mer und erreiche ungeſehen die meinige. Ich packe meine Effekten und laſſe ſie dann zu Herrn Dermilly bringen. Es bleibt mir kaum noch Zeit, von Vater Bernhard und Nanette Abſchied zu nehmen. Sch verſpreche der guten Schweſter, ihr recht oft zu ſchrei⸗ ben und bitte ſie, mir eben ſo oft zu antworten. Zu⸗
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