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Kölniſchwaſſer, reibe ihr die Schläfe und halte ihr das Flacon unter die Naſe.„Lucilie!“ rufe ich, „geliebte Lucilie, erwache! Ich komme ja bald wie⸗ der; ich will Dich nicht vergeſſen!“
Sie antwortet nicht, ſie regt und rüttelt ſich nicht. Meine Unruhe ſteigt auf's Höchſte; ſchon will ich Hülfe rufen, als ſie plötzlich aufſpringt, die Gläſer und Flaſchen, die ich ihr hinhalte, mir aus der Hand wirft und zornig ſchreit:„Nein, mein Herr, Sie reiſen nicht, ich will es nicht, ich, verſtehen Sie mich! Sie bleiben hier oder ich gehe mit Ihnen überall hin, bis an's Ende der Welt. Mag man ſagen, was man will, gleichviel!“
Dabei geht ſie heftig im Zimmer auf und ab, ſtampft mit dem Fuß auf den Boden, wirft die Möbeln bei Seite, die ihr im Wege ſtehen, ſchlägt mit geballter Fauſt auf den Tiſch und Commode, wie ein kleiner Teufel. Obgleich ich daraus erſehe, daß ſie was auf mich hält, fürchte ich doch, daß man den Lärm unten hört. Ich verſuche die letzten Worte, ſie zu beruhigen; ſie hört mich nicht. Endlich habe ich das Reden ſatt. Dann fängt ſie an zu weinen und mit den Thränen hat ihre Raſerei aufgehört.
Allmälig nimmt ſie Vernunft an und ſpricht nicht länger davon, mir zu folgen oder ſich um's Leben zu bringen. Dafür geht es jetzt an ein Seufzen und Schmachten; ein Schwur ewiger Treue drängt den andern u. ſ. w. Ich thue Alles, was ich kann, ſie zu beruhigen, aber es will mir nicht recht gelingen.
Es ſchlägt Mitternacht. Lueilie will fort, doch


