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Wozu braucht er die Reiſe? Er iſt viel beſſer bei uns hier.“
„Mein liebes Kind,“ antwortete die Gräfin lä⸗ chelnd,„Andreas kommt bald zurück. Auch müſſen wir uns allmälig an die Trennung von ihm gewöh⸗ nen; bedenke, er kann nicht immer bei uns bleiben: Andreas wirv käglich älter und größer und muß.. doch davon ſpäter mehr.“
Adolphine ſieht mich traurig an und ich blicke ſeufzend nieder. Ich darf ihr nicht ſagen, daß es mein höchſtes Glück wäre, ewig bei ihr zu ſein und zu bleiben! Es gibt ja Manches im Leben, was man nur denken, nicht ſagen darf.
Plötzlich wird die Thüre aufgeriſſen. Laut la⸗ chend fürmt der junge Marquis herein und wirft ſich in einen Seſſel.
„Der Herr Onkel iſt wüthend,“ ruft er, ſich den Bauch haltend vor Lachen.„Ich wollte Cäſar rau⸗ chen lernen und habe ihm dabei einen Zahn ausge⸗ brochen.“
Die Ankunft des jungen Marquis unterbricht uns Drei. Madame hat die Güte, ihn anzuhören, Adol⸗ phine ſetzt ſich an ihr Piano und ich gehe fort, denn der Unfall Cäſars verhindert natürlich, an die Ab⸗ reiſe des Savoyarden zu denken.
Nur Lucilie weiß noch nichts von meiner bevor⸗ ſtehenden Abreiſe. Ich will damit warten bis Abend, denn ſobald die Frau Gräfin ihre Dienſte nicht mehr braucht, kommt ſie gewöhnlich auf mein Zimmer, um noch ein Weilchen zu plaudern, ehe ſie zu Bett geht.


