Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Vorſchlag zu keiner paſſenderen Zeit machen. Ja, ja, ich reiſe mit Ihnen, wann Sie wollen; morgen, heute, noch in dieſer Stunde!

Solche Reiſeluſt und die Wärme im Ausdrucke derſelben ſcheinen Herrn Dermilly zu erſtaunen. Er ſieht mich lange prüfend an und ſagt dann:

Es freut mich, Andreas, daß Du mich begleiten willſt, aber ich geſtehe, dieſe Sehnſucht, von Paris fortzukommen, überraſcht mich ein wenig. Biſt Du nicht mehr ſo glücklich im Hauſe des Grafen wie früher? und wenn das iſt, warum haſt Du mir die urſache Deines Kummers verſchwiegen?

O, ich habe keinen Kummer, Herr Dermilly. Die Frau Gräfin iſt immer gleich gut gegen mich.

Ich weiß, daß Caroline Dich zärtlich liebt. Den⸗ noch biſt Du ſeit einiger Zeit nicht mehr der Alte. Ich habe Dich genau beobachtet, aber geſchwiegen, weil ich hoffte, Du würdeſt Dich mir von ſelbſt ent⸗ decken.

Wenn ich Geheimniſſe hätte, Herr Dermilly, ſo wären Sie der Erſte, dem ich ſie mittheilte. Wie Vieles verdanke ich Ihnen? Sie haben mich ge⸗ pflegt, mich als Ihren Sohn behandelt, mich die ſchöne Kunſt gelernt, welche die inneren Anſchau⸗ ungen auf die Leinwand zaubert, haben mir Ge⸗ ſchmack beigebracht an allem Guten, Wahren, Edeln und Schönen. Das Alles haben Sie gethan und mehr noch Sie wären der Erſte, der Einzige, dem ich meine Geheimniſſe anvertraute. Aber ich habe keine, keine, gewiß nicht!