Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Worte, einer lächelnden Mienez ſie ſcheint die innigſte Freundſchaft für mich zu empfinden, ſpricht immer mit Vergnügen mit mir, und doch iſt ſie nicht traurig, wenn ich nicht bei ihr bin; ſie gibt ſich allen Ver⸗ gnügungen ihres Alters ganz und ungetheilt hin, vielleicht weil ſie mich dann vergißt. Lucilie dagegen vergöttert mich, wie ſie ſagt, und möchte den ganzen Tag bei mir ſein; aber ihre Liebe iſt gebieteriſch, ſie zankt und ſchilt mich, wenn ich zerſtreut und nach⸗ denklich bin; ich ſoll nur ſie ſehen, nur an ſie denken, ihr ewig neue Beweiſe meiner Zärtlichkeit geben; ihre Liebe iſt etwas ſelbſtiſcher Art, wie mir dünkt. Na⸗ nette endlich iſt immer gleich gut und freundlich gegen mich, bin ich froh oder traurig, erzähl' ich ihr von Lucilie oder von Adolphine. Sie bezeigt mir ſtets die nämliche Freundſchaft und braucht mich bloß zu ſehen, um glücklich zu ſein. Ja, gute Schweſter, ich weiß gewiß, Dein Herz wird ſich nie verändern, denn die Freundſchaft, die dich beſeelt, iſt dauerhafter als Liebe.

Den folgenden Morgen läßt mich Herr Dermilly zu ſich rufen. In der Vorhalle des Hotels treffe ich den jungen Marquis und Champagne. Ich grüße den Neffen des Herrn Grafen hoflich; der aber ſieht mich an, bückt ſich gegen Champagne und fragt ihn ſo laut, daß ich's höre:

Wem gehört der Knabe?

Wem ich gehöre? O, die Unverſchämtheit! Bin ich denn ein Knecht?

Champagne antwortet leiſe dem jungen Marquis,