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wie glücklich mag er ſein oder noch werden! Jetzt iſt's aus mit Dir, armer Andreas! Aber was durfteſt Du auch hoffen? Weißt Du nicht, daß eine himmelhohe kluft Dich trennt von dem liebenswürdigen Kinde? daß ihr Vater Dich verächtlich anſieht? Ja, ich weiß dieß Alles und doch ärgert mich die Ankunft diefes Neffen.
Dießmal bin ich eben ſo neugierig als Lucilie. Ich brenne vor Ungeduld, den neuen Ankömmling zu ſehen. Endlich geht mein Wunſch in Erfüllung? ich ſehe ihn von meinem Fenſter aus über den Hof ſpa⸗ zieren. Wirklich iſt er groß, ziemlich ſchlank, regel⸗ mäßig von Geſicht; aber wie gebieteriſch gegen ſeine Diener, wie anmaßend und nachläßig in Manieren, wie abgeſchmackt in Kleidung und Haltung. Er bleibt kaum fünf Minuten im Hofe und ſchon hat er we⸗ nigſtens hundert Mal mit der Hand in ſeiner Friſur herumgefahren, die Cravatte hin und her gezupft und ſeine Kleider glatt geſtrichen; wie kann ſo Einer lie⸗ benswürdig, geiſtreich, gemüthlich ſein? Insgeheim gebe ich mich der Hoffnung hin, er werde Adolphine nicht gefallen.
Den ganzen Tag vleibe ich auf dem Zimmerz ich wage nicht, zur Gräfin hinunterzugehen, aus Furcht, dem jungen Marquis zu begegnen. O, wie bleiern ſchleichen die Stunden dahin!
Gegen Abend veſucht mich Lucilie. Sie fragt nach der Urſache meiner Verſtimmung; ich möchte nicht, daß ſie ſie erräth und doch kann ich mir keine Gewalt anthun. Lucilie verſucht nach beſten Kräften,


