Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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nehmen Namen. Die arme Frau ſchrieb an ihren Bruder, der aber that das Klügſte er ſchwieg. Vor zwei Jahren ſtarb die Mutter des jungen Mar⸗ quis und erſt vor Kurzem hat Letzterer von einem Onkel ſeines Vaters eine hübſche Summe geerbt. Kaum hat der Graf dieß erfahren, ſo hat er ſeinem Neffen, der in der Normandie anſäßig iſt, geſchrieben, um ihn nach Paris einzuladen. So eben iſt er bei uns eingetroffen und, wie's ſcheint, wird er hier im Dotel wohnen, denn der Herr Graf hat Zim⸗ mer elegant einrichten laſſen.

Und wie alt iſt dieſer Neffe?

Faſt ſo jung wie Du, Andreas: zwanzig Jahre höchſtens, ſo ein Herrchen, das aus dem Collége kommt, aber dabei mit Anſtand, Ton, vielem Witz, wie mir ſcheint, übrigens nicht häßlich von Geſicht; etwas weniger Dünkel ſtünd' ihm noch beſſer, aber, mein Gott! was kann man verlangen von ſo einem Bürſchchen, das plötzlich zu Vermögen kommt? Das muß ihm das Köpfchen verrücken! Man muß ſchon viel Vernunft haben mit zwanzig Jahren, um nicht unerträglich zu werden, wenn Einem baare zwanzig⸗ tauſend Livres Renten zufallen.

Ich weiß nicht, warum die Ankunft dieſes jungen Herrn mir nicht behagt. Das fehlte noch, daß ein ſolcher Reffe ſich im Hotel feſtſetzt; er ſpricht Avolphine täglich, ſtündlich, da muß er ſich in ſie verlieben! Und wär' er nur häßlich, ungeſtalt, aber Lucilie ſagt, er ſei nicht übel.. ziemlich hübſch; das iſt zum Ver⸗ zweifeln! Zwanzig Jahre alt, hübſch, reich. ach⸗