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„Nein, Andreas, nein, ich habe keinen und werde nie einen haben.“
„Nie? Wer ſteht Dir dafür?“
„Ich ſelbſt, Andreas, ich! Aber was geht das denn Mamſell Lucilie an und warum ſetzt ſie Dir ſolche Dinge in den Kopf?“
Nanette hält die Schürze vor's Auge.
„Tröſte Dich, Nanette,“ ſage ich und nehme ſie in den Arm.„Du brauchſt nicht zu weinen; ich ſagte da nichts Arges von Dir.“
„O doch, doch! Wie kann man mir einen Lieb⸗ haber andichten, mir, großer Gott, iſt's möglich!“
„Warum nicht, Nanette? Du biſt hübſch genug, Einem zu gefallen.“
Nanette erhebt ſchnell den Kopf und ſieht mich vergnügt an.
„Alſo Du findeſt mich hübſch, Andreas?“
„Gewiß, Nanette.“
„Eben ſo hübſch als Fräulein Adolphine und Mamſell Lucilie?“
„Das iſt ſchon. anders.“
Sie blickt traurig nieder und wiederholt:
„Ja, ich ſehe, daß es was Anderes iſt.“
„Es gibt ſo viele verſchiedene Schönheiten, Na⸗ nelte; keine ſieht der andern ganz gleich und doch gefallen ſie uns alle.“
„Mein Gott, Andreas, wie gelehrt Du über dieſe
Dinge zu ſprechen weißt! Haſt Du das auch von
Mamſell Lucilie gelernt?“ Dieſe naiv⸗unſchuldige Bemerkung Naneitens


