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was mich betrifft, den lebhafteſten Antheil; ich muß ihr yaarklein erzählen, wie ich den Tag über lebe und was ich thue. Gegen ſie ſchütte ich mein gan⸗ zes Herz aus, gewiſſe Vertraulichkeiten abgerechnet, die ich für mich behalten muß, weil ich kein Kind mehr bin und das männliche Alter, dem ich mich nähere, Verſchwiegenheit fordert. Aber auch Nanette iſt größer und reifer geworden. Eines Tages, als wir allein ſind, füllt mir ein, was Lucilie kürzlich ſagte.
„Nanette,“ ſage ich zu ihr,„ich habe keine Ge⸗ heimniſſe vor Dir, wie Du weißt, doch ſcheint mir, Du ſchenkſt mir nicht daſſelbe Vertrauen.“
Nanette erhebt ihr ſanftes, etwas ſchmachtendes Auge auf mich und fragt erſtaunt:
„Was meinſt Du, Andreas?“
„Ich meine, Du haſt gewiſſe unſchuldige Geheim⸗ niſſe vor mir.. in Deinem Alter fängt das Herz an ſich zu regen, glaub' ich.“
Sie erröthet und fragt eben ſo haſtig als ver⸗ wirrt:
„Wer behauptet, daß mein Herz ſich rege?“
„Niemand, Nanette, ich vermuthe es nur, weil Mamſell Lucilie meint, Du ſeieſt alt genug. Einen zu lieben.“
„Deine Mamſell Lucilie iſt nicht geſcheidt. Sie mag mehr wiſſen als ich, aber ich ſehe nicht die Nothwendigkeit davon ein.“
„Sei nur nicht böſe, Nanette, es iſt ja kein Ver⸗ brechen, einen Liebhaber zu haben; ich meine einen Mann, der Dir in Ehren den Hof macht.“


