Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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die Liebe von Brüdern zu Mamſellchen, die nicht ihre Schweſtern ſind! Und es wäre recht ſchlecht von Dir, die Tochter des ehrlichen alten Bernhard zu verführen, der Dich wie ſeinen Sohn aufgenom⸗ men und behandelt hat.

Aber, Mamſell, ich ſchwöre....

Aber, mein Herr, Sie wiſſen, ich will keinen Schwur, das da iſt beſſer... Adieu jetzt, Andreas, ich muß fort. Du gehſt gleich zu Bette, nicht wahr?

Gewiß, Lucilie, was ſoll ich noch thun?

Gut ſchlafen, Andreas, und von mir träumen, wie ich von Dir träumen will, und wie ich ſchon oft gethan habe, ohne Dir's zu ſagen. Jetzt wird er mir vollends keine Ruhe mehr gönnen im Traume. O, die Männer die, wie das Volk uns quält! Mein Gott, wenn ich daran denke, habe ihn als Kind ge⸗ kannt und heute. heute. gute Nacht, Andreas!

Sie küßt mich, geht, kommt zurück und küßt mich nochmals. So macht ſie's wenigſtens zwanzig Mal. O, das reizende, wonnige Geſchöpf! Endlich iſt ſie fort, und gleich liege ich im Bett. Wer hätte ge⸗ dacht, daß ein Tag, der ſo bitter anfing, ſo ſüß enden würde!

Fünftes Kapitel. Ein neuer Ankömmling. Abreiſe.

Dank den Tröſtungen der liebenswürdigen Lucilie, bin ich auf eine Zeit lang von dem träumeriſchen