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ſind, denn vor der Welt darfſt Du Richts merken laſſen.“
„Gewiß nicht, Mamſell.“
„Mamſell? Was ſoll das froſtige Mamſell? Sag': theure Lucilie, wie Du eben ſo nett ſagteſt.“ „Ja, meine theure, innigſt geliebte Lucilie.“
„So iſt's recht, mein lieber Andreas. Aber der Schwur, mein Herr, mit dem kommen Sie nicht. Einen Schwur will ich, einen Schwur, verſtanden? Alſo: ich ſchwöre ihr ewige nun, kommt's bald?“
„Treue? Was verſteht man darunter, Lucilie?“
„Heilige Mutter Gottes, das heißt aber dem Kinde muß man Alles ſagen! das heißt, daß Du nur mich lieben willſt.“
„Das kann ich nicht ſchwören, Lucilie.“
„Was? Wie? Das können Sie nicht ſchwören, mein Herr? Warum nicht, wenn ich bitten darf?“
„Weil ich lügen müßte, und ein Savoyarde lügt nicht, ſelbſt wenn er in Paris erzogen iſt. Ich will nie vergeſſen, was mein Vater ſelig.
„Von dem Allen verſtehe ich Nichts, mein Herr. Haben Sie etwa ſchon Ihr Auge auf eine Andere gerichtet, kleiner Verräther? Ach, lieber Andreas, das wäre recht ſchlecht gehandelt!“
„Und ich ſoll nicht mal meine Wohlthäterin, Na⸗ nette und Fräulein Adolphine lieben dürfen?“
„So meine ich's nicht, Andreas, ich meine unter Liebe. doch wozu der Schwur, Thorheit das! Man ſchwört und vergißt über dem Schwur die Perſon,


