Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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noch fleißiger und beſſer. Oder langweilt Sie die Mußik?“

„Gewiß nicht, Fräulein.“

„Fräulein?.„Wie feierlich und gemeſſen, An⸗ dreas? Sie ſcheinen lange nicht ſo heiter wie ehe⸗ mals. Drückt Sie was? Sagen Sie's mir, Sie wiſſen, ich bin Ihre Freundin!“

O, wie mir das zu Herzen geht! Ich bin ſo entzückt darüber, daß das Wort auf meiner Zunge erſtirbt. Ich reiche ihr die Roſe hin und ſtottere:

„Wollten Sie geruhen, Fräulein?“

„Die ſchöne Roſe iſt für mich, Andreas?“

„Ja, Fräulein, wenn Sie ſie annehmen wollen von mir. Iſt nicht heute Ihr Namenstag?“

„Wenn ich ſie annehmen will? Zweifeln Sie da⸗ ran? Ich meinem Lebensretter eine Roſe verwei⸗

gern? Die Roſe, lieber Andreas, iſt mir das liebſte

Geſchenk nach dem Geſchenk meiner Mutter.“

Lieber Andreas! Sie nennt mich ihren lieben Andreas. Ich bin wie außer mir! In namenloſem Entzücken faſſe ich ihre Hand und drücke ſie in der meinigen. Aber wer kommt.„Cäſar bellt. Großer Gott, der Herr Graf iſt's. Schnell reiß ich mich von Adolphinen los und eile auf die Thüre zu, mich davon zu ſchleichen; doch zu ſpät, ich laufe gerade auf ihn zu.

„Vorgeſehen, Schlingel!“ ruft Herr von Fran⸗ conard.„Er iſt Schuld, daß Cäſar auf drei Pfoten herumhinkt, und jetzt rennt er mir die Raſe ein.

Wann trollt Er ſich endlich aus meinem Hauſe?“