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Schlingel! Das Eine Wort vernichtet alle meine Freude; wie weh mir das ihut! Ich muß meinen Thränen Luft machen.
Ich ſchließe mich in meinem Zimmer ein und hänge meinen trüben Gedanken nach, bis die Stunde des Feſtes ſchlägt. Dann gehe ich an das Fenſter
und betrachte mir die ſchönen Wagen, Pferde, Liv⸗
reen und Toiletten; das dauert wohl über eine Stunde. Was jetzt anfangen? Hinunter darf ich nicht, bei den Bedienten mag ich nicht ſein, und um Nanette und Vater Bernhard zu beſuchen, müßte ich die glänzend erleuchtete Treppe hinunter und ich ſchäme nich, meine traurige Miene zu zeigen, wo es ſo hoch hergeht.
Ich werfe mich verſtimmt auf einen Stuhl und denke über mein Schickſal nach. Es iſt mir, als hörte ich noch den„lieben Andreas“ von Adolphinen und dazwiſchen den„Schlingel“ vom Grafen. Ich muß endlich bitter weinen. Mir ſcheint, als hätte Madame beſſer gethan, mich in meinem früheren Berufe zu laſſen; ich war ſo glücklich, ſo zufrieden bei Bemhard und Nanette! Je länger ich nach⸗ ſinne, um ſo trauriger werde ich.
Plötzlich fühle ich eine ſammtweiche Hand auf menen Augen und höre eine wohlbekannte Stimme.
„Warum ſo allein und ſo brummig wie ein Bär, während Alles im Hotel luſtig und guter Ding iſt?“
Luilie iſt's. Sie hat ſich leiſe in's Zimmer ge⸗ ſchlichn, ohne daß ich ſie gehört.


