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weiß nicht, warum dieß mich faſt trübe ſtimmt,
und doch wird es ihr zu Ehren gegeben! Aber ich denke mir, ich darf ſie den ganzen Abend nicht ſehen; ich fürchte, ſie wird von vielen jungen und ſchönen Leuten umgeben ſein, die ſie reizend finden und es ihr ſagen werden, und das, glaub' ich, iſt die Urſache meines Mißmuthes.
Ich gehe zur gnädigen Frau hinunter. Ich
fürchte mich, Adolphinen ein Bouquet zu reichen;
aber eine Roſe von meinem ſelbſtgezogenen Roſen⸗ ſtocke am Fenſter will ich ihr bringen.
Madame iſt mit ihrer Toilette beſchäftigt, Adol⸗ phine allein im Zimmer, vor ihrem Flügel. Seit langer Zeit haben wir uns nicht allein geſehen. Trotz der günſtigen Gelegenheit, ihr die Blume mit den
beſten Wünſchen für ihr künftiges Glück zu überrei⸗
chen, hab' ich nicht den Muth dazu. Ich bleibe wie
feſtgewurzelt mitten im Saale ſtehen und ſehe bald—%
Adolphine, bald die Roſe an.
Als das liebenswürdige Kind mich erblickt, ruft ſie:„Sie da, Andreas kommen Sie näher.“
Ich trete langſam näher und zerreiße faſt die Blume, die ich in der Hand habe.
„Wir ſehen uns ja ſo ſelten, Andreas. Gefällt es Ihnen nicht mehr bei uns?“
„Und wie, Fräulein!“
„Warum kommen Sie nicht täglich?“
„Ich fürchte.. zu ſtören, Fräulein.“
„Zu ſtören?. Nein, Andreas, ich kann in Ihrer Gegenwart eben ſo fleißig arbeiten.. vielleicht


