Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

82

„Ich weiß nicht, was Sie ihm gerettet haben, aber ich weiß, daß Sie beinahe uns Alle verbrannt hätten.“

In Paris angekommen, befällt den Grafen eine Krankheit in Folge der plötzlichen Erkältung nach der drohenden Feuersgefahr. Die gute Caroline„ pflegt ihn mit größter Aufopferung. Unterdeß geh' ich regelmäßig zu Nanette, wenn ich nichts zu ar⸗ veiten habe und nicht bei Adolphine ſein kann. Ich fühle, ich darf mir nicht mehr die alten Vertraulich⸗

keiten gegen die Tochter meiner Wohlthäterin erlau⸗

ven. ſie wächst immer mehr heran. Statt zu ſpie⸗ len, zeichnen und muſiciren wir, oder unterhalten uns über vernünſtige Dinge. Auch das hat ſeine großen Reize. Das liebenswürdige Kind dutzt mich nicht länger, auch heißt ſie mich nicht mehr ihren lieben Andreas. Ohne Zweifel hat man ihr geſagt, daß ſich das nicht mehr ſchicke. Doch ihre Stimme iſt und bleibt gleich ſanft und ſüß. Ich leſe in ihren

Augen, wie ihr Herz mich immer noch ihren lieben

Andreas nennt.

Seit dem Abenteuer im Boskette will mich Lueilie nicht mehr küſſen; ſie ſagt, ich ſei jetzt zu groß. Und doch bekomm' ich immer größere Luſt darnach⸗

2 6e älter ich werde.

Nanette hat nichts dagegen, und wird doch auch ein recht hübſches Mädchen. Sie iſt groß, ſchlank⸗ von ziemlich anziehenden Geſichtszügen, natürlich riſcher Farbe und kindiſch einfachem Weſen und Benehmen, arbeitſam und thätig; dabei lernt ſie