Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Mamſell Lucilie kann den Augenblick der Abreiſe nicht erwarten. Auch ich würde mich freuen, wenn ich meine guten Freunde mitnehmen dürfte. Hier in Paris fürchte ich immer, dem Herrn Grafen zu vegegnen. So oft er mich ſieht, blickt er zornig weg und brummt laut genug, daß ich's höre:

„Der Bettelbube von Savoyarde, der von mei⸗ nem Gelde lebt, iſt ſchuld, daß Cäſar zum Krüppel wurde.“

Die Worte jagen mir das Blut in's Geſicht, denn ich muß dann immer des guten Vaters ſelig gedenken, wie er im Bette liegt und hinſiecht an den Wunden, die er in ſeinem edlen Eifer für die Lebensrettung des Grafen erhalten hat. Nur die Rückſicht auf meine großmüthige Beſchützerin hält mich ab, ihm zu antworten, wie ſich's gebührt. Ich ſchweige und gehe fort, ſeufzend;

„Kann das der Gemahl der Gräfin und der Va⸗ ter Adolphinens ſein?“

Den Tag vor der Abreiſe nehme ich von meiner Schweſter Abſchied.

„Wie werde ich Dich vermiſſen, Andreas,“ ſagt ſie.„Wie lange wird mir die Zeit ſcheinen. Ich will recht oft die Uhr anſeh'n und immer dabei an Dich denken.“

Gute Nanette! Wüßte ſie, daß wir mehrere Monate lang uns nicht ſehen werden! Ich umarme ſie zärtlich, das thue ich ſo gerne! Mir iſt dann ſo ganz anders zu Muthe als bei dem Kuß, den Mamſell Lucilie mir unlängſt gab. Bei der guten