Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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„Ich hab' aber nur vier Louis jetzt.“

„Macht nichts. So warten wir mit den beiden andern Familien bis nächſten Monat. Sie warten gerne; ich ſchwöre Dir, kein Anderer ſoll Dir im Wohlthun zuvorkommen.“

Ich ſchwanke noch immer, auch dießmal ihm meine ganze Börſe hinzugeben; es iſt mir, als hielte eine innere Stimme mich davon ab. Aber Roſſignol ſetzt mir ſo zu mit Bitten, ſchildert das Elend mit ſo grellen Farben, ſpricht von einer blinden Mutter, einem gichtbrüchigen Vater, daß ich an den Sekretär gehe, die Börſe zu holen. Schon will ich ihm das Geld in die Hand ſchütten, als plötzlich— Lucilie erſcheint und ſich zwiſchen mich und Herrn Roſſig⸗ nol ſtellt.

Bei ihrem Anblick werde ich ganz verdutzt, als hätte ich was Böſes thun wollen. Roſſignol faßt ſich ſchnell und ſucht ſeinen Aerger hinter erkünſtelter Heiterkeit zu verſtecken.

Lucilie, die ſeit längerer Zeit ſchon mein Thun und Treiben ſorgfältig beobachtet hatte, begriff nicht, was ein ſolcher Mann wie Roſſignol mit mir zu ſchaffen haben und wie er mich ſeinen vertrauten Freund nennen könne.

Sie war ihm daher nachgeſchlichen und hatte unſer Geſpräch vor der Thüre meines Zimmers be⸗ lauſcht.

Ihr Erſtes iſt, daß ſie mich bei der Hand nimmt, die ſie zärtlich in der ihrigen drückt. Dann ſagt ſie, zu Herrn Roſſignol gewendet: