„Gewiß.“
„Gewöhnlich nimmt man mich nur für den Leib⸗.
„Alſo den Leib machen Sie auch?“
„Und wie? Das iſt ein Triumph! Aber wie Sie wollen. Wenn Ihnen mein Kopf hübſch dünkt für die Antike, ſo ſteht er Ihnen zu Dienſt für hun⸗ dert Sous die Sitzung.“
„Für hundert Sous?“ wiederholt der Graf und ſieht bald Champagne, bald den Oberkoch befrem⸗ det an.„Das iſt, meiner Seel', wohlfeil.“
„Aber auch gut?“ fragt der Oberkoch halb leiſe.
„Und Sie bürgen mir für die Güte des Kalbs⸗ kopfes?“ fährt der Graf fort.
Kaum hat er das geſagt, ſo ſpringt Roſſignol auf, drückt den Hut über's Ohr und ruft wüthend:
„Kalbskopf! Was, wie, Kalbskopf? Sie miſe⸗ rables Modell aller blinden Tröpfe in ganz Paris, Sie wagen es, einen Mann zu inſultiren, woraus man tagtäglich Jupiter und Achilles macht?“
„Was heißt das?“ ruft der Graf, erſchreckt aus ſeinem Seſſel auffahrend, unter lautem Gebell Cä⸗ ſars, den Roſſignol mit drohender Stockſchwingung zur Beſinnung bringt.„Erklären Sie ſich, mein Herr. Was wollen Sie von mir?“
„Von Ihnen? Nichts.“
„Sie ſind alſo nicht der Erfinder einer neuen Art Kalbskopfzubereitung, der mir ſeine Dienſte an⸗ trägt?“
„Ha ha ha! Der Gedanke iſt gut. Wer ha Ihnen das in den Kopf geſetzt?“


