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Geſchenk machen. Seit zwei Monaten iſt Herr Der⸗ milly verreist; ich bin daher ſeit eben ſo lange nicht in ſeinem Hauſe geweſen und weiß nichts von Herrn Roſſignol. In wenig Tagen beziehe ich wieder mein Monatsgeld. Damit und mit den Erſparniſſen der vier Monate nach meinem letzten Zuſammentreffen mit Herrn Roſſignol will ich Nanetten etwas recht Hübſches kaufen.
Wie ſich von ſelbſt verſteht, hatte Roſſignol nicht daran gedacht, das Geld zu dem obengenannten milden Zweck zu verwenden. Vielmehr hatte ſich das liebenswürdige Modell mit meinen Erſparniſſen recht bene gethan; er, der nie mehr als ein Louis⸗ d'or zumal beſeſſen, dünkte ſich mit den zweihundert Franken in der Taſche wie ein Wähler erſter Klaſſe. Nachdem der erſte Rauſch verflogen, d. h. nachdem er ſich in den Schenken und Kneipen müde getanzt und auf den Lorbeeren ſeiner Eroberungen weidlich ausgeruht, fing er an, den Zuſtand ſeiner Garde⸗ robe näher in Betracht zu ziehen. Der ölfleckige Rock paßte nicht wohl zu ſeiner Cröſusrolle; da ge⸗ dachte er, daß er noch einen andern habe an einem gewiſſen Orte, und löste ihn mit fünfzehn Franken aus. Nun kaufte er ein Paar neue Tanzſchuhe mit ſchönen breiten Roſetten und einen ditto rothen Fou⸗ lard, den er um den Hals wickelte und künſtlich über die Bruſt ausbreitete, um ein Hemd zu verſtecken, das eher einem Schloſſer anzugehören ſchien, als einem Mylord⸗
Nach dieſen Einkäufen zählte Roſſignol ſein Geld
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