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„Welches hätte? Alſo Du haſt nichts mehr?“
„Nichts mehr, Mamſell. Alles iſt ausgegeben.“
„Ausgegeben? Alſv für ein ſchönes Geſchenk an Deine Schweſter?“
Ich antworte ganz leiſe:
„Ja, Mamſell!“
Dieſe Lüge koſtet mich viel; aber ſie varf nicht wiſſen, wozu ich meine Erſparniſſe gebraucht habe. Die gute That verlöre dadurch allen Werth; auch hat mir Roſſignol dringend Stillſchweigen anem⸗ pfohlen. Luctlie ſcheint mir nicht zu glauben. Ich höre, wie ſie leiſe bei ſich ſagt:
„Dahinter ſteckt was. Ich will es ſchon heraus⸗ kriegen.“
Dann verläßt ſie mich mtt den Worten:
„Adieu, Herr Andreas. Hätte mir nicht gedacht, daß Du ſchon Geheimniſſe habeſt.“
Nach einiger Zeit bemerke ich, daß ich heimlich veobachtet werde bei meinen Ausgängen. Bleibe ich länger als gewöhnlich bei Vater Bernhard, ſo fragt man gleich, ob ich noch ſonſt wo geweſen ſei“ Aber was liegt mir daran! Mögen ſie immerhin Acht geben auf mich, ich thue ja nichts Böſes. Auch kommt es mir ſo vor, als ob das junge Kammer⸗ mädchen nicht mehr ſo freundlich gegen mich iſt wie ſonſt. Sie macht allerhand hämiſche Anmerkungen, und oft zeigt ſie ſich, wenn ich ſie am wenigſten er⸗ warte. Offenbar will ſie mich auskundſchaften.
Dank der Großmuth der gnädigen Frau, kann ich bald der guten Schweſter das längſt gewünſchte


