19 deſſen verſehe, öffnet ſie und bricht in ein unmäßiges Gelächter aus.
„Was ſeh' ich? ha ha ha! Zu drollig das! ha ha ha! O, Du armer Andreas; die glückliche Wahl! Nein, und nicht einmal neu? ha ha ha! Und das für die kleine Nanette. Iſt ſie denn krank?
ſprich!“
„Nein, Mamſell, nein, ſie iſt kerngeſund. Nicht für ſie habe ich das gekauft,“ ſag' ich ärgerlich, während Lurilie nur noch lauter lacht.
„Alſo für Dich, Andreas? Aber wenn Du das Möbel brauchſt, Andreas, warum ſprichſt Du nicht? Wir haben keinen Mangel daran im Schloſſe.“
Verdrießlich geh' ich mit der Schachtel auf mein Zimmer. Noch immer hör' ich Mamſell Lucilie la⸗ chen. Wenn ſie die Geſchichte ausplaudert! Aber 's iſt Zeit, zur gnädigen Frgu hinunter zu gehen. Ich verſtecke das koſtbare Möbel unter der Bettlade und begebe mich dann in's Zimmer von Madame.
Richtig, die boshafte Lucilie iſt ſchon da. An der lächelnden Miene der Gräfin erkenne ich, daß ſie bereits von Allem unterrichtet iſt. Meine Verlegen⸗ heit ſieigt auf's Höchſte; aber Madame hat Mitleid mit mir und fängt von Herrn Dermilly zu ſprechen an. Doch ſehe ich, wie ſie alle Mühe nöthig hat, das Lachen zu verheimlichen, während Mamſell Lu⸗ eilie ſich in die Lippen beißt, um nicht mitzulachen. Nie war mir ſo peinlich zu Muthe. Iſt das der Lohn einer guten That? Sie würden mich gewiß nicht auslachen, wenn ſie die näheren Umſtände wüßten.


