Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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vie Frucht meiner Arbeit und Erſparniſſe. Da hör' ich juſt an der Ecke eines Gäßchens eine Stimme, die wie ein zweiſchneidig Schwert mir durch's Herz geht. Mitleidige Seele, ruft die Perſon mich an und ſchnäuzt ſich bei jedem Worte,Erbarmen für meinen Vater, meine Tante, meinen Bruder und mich. Acht Tage lang haben wir Nichts ge⸗ geſſen, und wieder acht Tage nichts als Katzen, die auf unſern Dächern herumirren. Ich bin die Toch⸗ ter eines Künſtlers; aber Mißgeſchick haftet ſich an die Sohlen des Genius.Tochter eines Künſt⸗ lers? rief ich.Geſchwind führen Sie mich zu Ihrem würdigen Herrn Vater. Alle Künſtler ſind Glieder einer und derſelben Familie. Es iſt ver⸗ fluchte Schuldigkeit, ihm nach Kräften zu helfen. Bei dieſen Worten nimmt das junge Mädchen, ſchön wie der Morgenſtern, wenn's die Nacht nicht geregnet hat, mich am Arm und ruft begeiſtert aus: Der Finger der Vorſehung hat Sie zu unſerm Engel erkoren! Sie führt mich auf einen Gang, ſo finſter wie ein Backofen, und dann ſieben elende Treppen hin⸗ auf, wahre Hühnerſteigen, wobei ich ſiebenmal mit der Naſe gegen die Wand renne. Aber wer achtet ſolchen Schmerz, wenn man ausgeht, Thränen zu trocknen? Endlich treten wir in eine niedrige Dach⸗ ſtube. Gott, welch' ein Anblick! Der Vater hat ſeit vierzehn Tagen ſich nicht raſirt, die Tante ihr letztes Strumpfband verkauft, der kleine Bruder ſpa⸗ ziert im Hemde herum, ohne Hoſen! Und das ſind Künſtler! So herunterzukommen! O Schickſal, wie