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Er ſah mich forſchend an, ſchiebt es in die Taſche, zieht dann ſein Taſchentuch heraus und hält es vor die Augen, laut aufſeufzend.
„Was fehlt Ihnen, Herr Roſſignol?“ frage ich theilnehmend.
„Gewiß habe ich gunzer/⸗ antwortete er nach einer Weile ſchluchzend.„Aber ach! ich bin nicht der Einzige hätteſt Du geſehen, was ich geſtern Abend ſah, bei Gott, Andreas, das Herz hätte ſich Di im Leibe umgekehrt.“
„Was ſahen Sie denn?“ fragte ich, gerührt bich den wehmüthigen Ton, in dem er ſprach, während er mit dem Taſchentuch herumfuhr, als polire er Mahagoniholz.
„Ach, Andreas, Paris iſt eine gefährliche Stavt für einen Menſchenfreund. Man wird oft auf harte Proben geſtellt! Glücklich der Reiche, der ſeine milde Hand aufthun und Alles ſättigen kann, was da lebet auf Erden, vom Souterrain bis in den höchſten Stock, deſſen Auge unter dem Gewande der Unſchuld Verdienſt und Talent findet im Todes⸗ kampfe mit Unglück und Wanzen!“
„Weiter, weiter, Herr Roſſignol.“
„Nur Geduld, mein junger Freund. Geſtern Abend kam ich aus dem Saal der Flora zurück, wo alle Welt meine Entrechats bewunderte, und trillerte wie gewöhnlich ein luſtig Liedchen auf dem Heim⸗ wege. Ich freute mich ſchon auf's Nachteſſen, denn ich war auf ſchnöde Weiſe um mein Diner gekom⸗ men. Ich hatte noch dreiunddreißig Sous im Sack,
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