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durchſtöbere ich die Schränke: auch das umſonſt. In Ermanglung von Mobilien, Eßwaaren, falle ich über die Immobilien her. Leider haben Madame Roſſig⸗ nol nebſt Erbe die fatale Gewohnheit, ihre ganze Garderobe mit ſich zu führen. Trotz allem Suchen finde ich nichts als einige ſchadhafte Teller und ditto Taſſen, die ich eben einſäckeln will in Ermanglung werthvollerer Gegenſtände, als ich in der Ecke eines alten Speiſeſchrankes dieſe Schachtel von weißem Holz entdecke. Ich öffne ſie und finde— o Wunder! die Clyſtirſpritze von Madame Roſſignol, ein pracht⸗ volles Möbel, faſt ganz neu, kaum fünf Jahre ge⸗ braucht. Schnell laß' ich alles Andere liegen und eile mit der ſchönen Beute von dannen, ſchon im Voraus des Frühſtücks und Mittageſſens mich freuend, das ich der guten Clyſtirſpritze zu danken habe. Aus beſonderer Vorliebe zu Dir, Freundchen, will ich ſie Dir beträchtlich wohlfeiler laſſen als jedem Andern. Du willſt ihr ein werthvolles Geſchenk machen, Dei⸗ ner Schweſter, Deiner jungen Freundin, der Ge⸗ ſpielin Deiner Kinderjahre? Wohlan, was gibt es Paſſenderes als'ne Clyſtirſpritze? Ein Möbel, eben ſo nützlich als nothwendig, das man in allen Pha⸗ ſen des Lebens gern ſieht. Pfui über all' das när⸗ riſche Spielzeug, den Flitterkram, die bloß auf einen Augenblick amüſiren! Aber ſo eine Clyſtirſpritze, wie anders? So oft Deine Freundin dieß Möbel anſieht, gedenkt ſie ſeufzend Deiner Liebe, die ſo ſinnig zu beſchenken weiß. Endlich zeugt dieß Ge⸗ ſchenk von Reife des Verſtandes. Kein Vater, glaub'


