Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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8 bedeutete, daß ich ausgehen könne, wenn ich wolle. Der Herr Intendant erlaubte ſich allerhand ſpöttiſche Bemerkungen über mich, bis Mamſell Lucilie drohte, ſie werde es der gnädigen Frau ſagen. Und ſo weiter. Alle im Hauſe ſtehen unter dem Pantoffel des jungen Kammermädchens. Es gibt tauſend Dinge, womit die Herren ſich nicht befaſſen können, aber der Zofe entgeht Nichts. Ich merke, wer es bei der Gräfin gut haben will, der muß die Kleine zu gewinnen ſuchen.

Durch die Güte meiner Beſchützerin bin ich jetzt

im Beſitz von faſt neun Louisd'or, die ich nach und

nach mir erſparte, dem Rath Luciliens gehorſam.

Ich bin feſt entſchloſſen, Nanette ein hübſches Ge⸗

ſchenk zu machen, weiß aber noch nicht was? Für

die gute Mutter iſt auf lange Zeit geſorgt. So iſt es meine Pflicht, mich denen dankbar zu erweiſen, die bei meiner Ankunft in Paris ſo menſchenfreund⸗ lich mich aufnahmen. Das kann die gute Mutter nur billigen. Die Summe, die ich habe, iſt ziemlich groß; aber was kaufe ich? In meinem Alter wird man leicht betrogen, und ich thäte beſſer, Mamſell

Lucilie um Rath zu fragen, aber ich bin überzeugt,

ein Geſchenk, das ich ſelber auswähle, gefällt Nanette

ungleich beſſer.

So oft ich ausgehe, nehme ich die Börſe mit. Ich bleibe vor den Läden ſtehen und betrachte mir all' die tauſend Herrlichkeiten, die Hüte, Tücher, Kleider u. ſ. w., aber das Alles iſt nichts für Na⸗ nette. Ich kaufte ihr gerne eine hübſche Uhr, aber