Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Wie ſie ſich langweilen wird bei Tiſch; ſie bliebe gern weg, aber ſie hat'mal zugeſagt. Komiſch!. wollt', ich wäre an ihrer Stelle.. s iſt doch hübſch, ſo vbenan zu ſitzen und die Königin zu ſein, der Alles huldigt. Wie anders denkt Madameſie kann den Augenblick nicht erwarten, wo man auf⸗ ſteht und ſie wieder allein iſt mit ihrer Tochter. Ich aber, ich ſehe mir alle Welt bei Tiſche an, wohl⸗ verſtanden durch's Schlüſſelloch oder durch's Fenſter; ich muſtere ein Geſicht nach dem andern, lache über die alten Fratzen und freue mich über die jungen Leute. Wie luſtig iſt das!Aber, mein Gott, Madame wartet längſt. Adien, Andreas.

Mamſell Lucilie, darf ich nicht mit Fräulein Adolphine ſpielen?

O, die ſpeist mit ihrer Mutter; die Beiden können ſich nie trennen. Geh' inzwiſchen an's Fen⸗ ſter und ſieh' die Herren ausſteigen; es ſind komiſche Käuze darunter, das wird Dich amüſiren. Schade, daß keine Damen dabei ſind, da könnteſt Du Toi⸗ letten ſehen, ei tauſend! Aber Madame geht nie in Geſellſchaft, ſo kommen auch zu ihr keine Damen⸗ Mit den Herren iſt's anders, die gehen und kommen ohne viele Umſtände. Aber, mein Gott, Madame wartet mit Ankleiden. Adieu, Andreas.

Lucilie will fort, doch rufe ich ſie zurück, damit ſie mir vorliest, was auf dem Papier neben der hübſchen Börſe geſchrieben fteht.

Kannſt Du nicht leſen, Andreas?

Noch nicht, Mamſell.