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ob es mir gehört. Wozu brauche ich Geld bei dieſer guten Dame, die mir mehr gibt, als nöthig iſt? Und doch wünſchte ich faſt mir einiges, um Nanette Hut und Kleider kaufen zu können und ihr zu be⸗ weiſen, daß ich an ſie denke.
Mein Fenſter geht auf den Hof des Hotels. Ich ſchaue eine Weile hinaus, ſehe aber nichts als Diener und Küchenleute. Die Ausſicht bei Vater Bernhard war viel ſchöner und belebter. Was jetzt thun? Ich weiß bereits, wie es im Zimmer ausſieht und wie draußen! Ach, die Langeweile kommt. Wie gerne ſpielte ich draußen, aber darf ich ohne Erlaubniß ausgehen? und wo iſt die gnädige Frau?
Traurig ſetze ich mich nieder und denke an die gute Nanette. Es iſt ſo die Stunde, wo ich vom Schornſteinfegen und Brieftragen heimkehrte, wo Nanette und ich ſprangen, tanzten und ſangen, ſo laut, daß die Leute im erſten Stock uns hörten. Hier, welche Stille? Vielleicht wiſſen Sie nicht mal, was Tanzen und Singen iſt?
Da öffnet ſich die Thüre und herein kommt Mam⸗ ſell Lucilie mit einem Brodkorb in der Hand.
„Was machſt Du da, Andreas?“
„Nichts, Mamſell.“
„Wie traurig ſieht er aus, der Schelm. Ich glaube, er hat's Heimweh. Aber Geduld, man gewöhnt ſich an Alles. Das Hotel gefällt Dir nicht ſo gut wie Deine Hütte, wo Du mit Deinen Geſpielen lärmteſt und tobteſt, nicht wahr, Andreas?“
„Ich komme nicht aus einer Hütte, Mamſell; ich


