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„Der Herr Graf verſieht ſelbſt die Honneurs auf's Beſte.“
„Gewiß, Champagne, aber eine Frau an wohl⸗ beſetzter Tafel, und wenn ſie ſo hübſch iſt wie die Frau Gräfin, wirkt Wunder. und meine Frau iſt hübſch, ſehr hübſch.“
„Reizend, Herr Graf.“
„Und wenn man allerlei Anliegen hat, wenn man reiche, einflußreiche Leute bewirthet, wenn man dieſe oder jene Finanzſpekulation im Kopfe trägt ich ſage Dir, dann hat man eine Frau bei Tiſch ſo nöthig wie das liebe Brod.“
„Wird Madame heute die Honneurs machen?“
„Geſtern wollte ſie nicht, und doch brauche ich ſie nothwendig. Der Banquier ſoll mir Geld leihen, der Präfekt mich zur Wahl vorſchlagen, der Dichter mich beſingen, der Engländer mir Pferde abkaufen, kurz, Jeder meiner Gäſte iſt zu was gut oder kann es werden. Du weißt, ich lade Niemand ohne Gründe ein.“
„O, ich kenne die Feinheit des Herrn Grafen!“
„Und doch will Madame nicht erſcheinen beim Diner. Vielleicht hat ſie ſich anders beſonnen; wollen ſehen. Wie iſt meine Friſur, Champagne?“
„Muſterhaft, Herr Graf.“
„Und der Zopf? Etwas zu loſe, nicht wahr?“
„Um ſo anmuthiger, Herr Graf. Er tänzelt um ihre Schulter wie ein Klapperſchlänglein.“
„Und die Roſette?“
„Herrlich, Herr Graf. Wie ein Schmetterling.⸗ F


