Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Als ſie hört, daß ich beim Herrn Grafen von Franconard wohnen ſoll, ruft ſie⸗

„Mein Gott, ſie wollen ihn noch zum Fürſten machen.“

„Nein, liebes Kind,“ antwortet Herr Dermilly⸗ „ſondern zu einem Menſchen, der die Pflicht der Dankbarkeit gegen alle ſeine Wohlthäter nach wie vor gewiſſenhaft erfüllt und des Glückes ſich würdig zeigt, das ihn anlächelt.“

Vater Bernhard verſpricht mir, noch denſelben Tag der Mutter das Geld zu ſchicken. Gerührt um⸗ arme ich den guten Waſſerträger und ſeine Tochter und gelobe feierlich, ſie recht oft zu beſuchen. Herr Dermilly verſichert wiederholt, auf's Treueſte für mich ſorgen zu wollen. Dann gehen wir fort aus dem Hauſe und von den lieben Leuten, wo die erſten Jahre meines Aufenthaltes in Paris ſo raſch und auch ſo glücklich dahinfloßen.

Der Tag iſt da, an dem ich das Hotel beziehen ſoll. Wie wird mir dieſe Veränderung in Wohnung, Sitten und Lebensweiſe behagen? Geduld, man ge⸗ wöhnt ſich ja an Alles. Trag' ich doch die neuen Kleider erſt zwei Tage, und ſchon fühle ich mich in ihnen ganz heimiſch: 1

Die Dame kommt mit ihrer Tochter; ſie zeigen mir eben ſo viel Freundſchaft als Initereſſe.

„Es iſt Alles fertig für ihn,“ ſagt ſie zu Herrn Dermilly.„Seine Kammer iſt gerade über meinem Gemach, ganz in meiner Nähe, daß ich ihn immer um mich haben kann.“ z