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die Anſprüche darauf? Sagen Sie ja, Herr Dermilly!“ 6
„Ach, Caroli.., Madame! Ihre Wünſche waren mir von jeher Befehle. Ihr Vater konnte uns tren⸗ nen, indem er, taub gegen unſere Bitten, Ihre Hand einem Andern gab, aber die Gefühle meines Herzens für Sie ertödten konnte er nicht, die hören erſt mit meinem Leben auf!“
Die junge Dame ſchweigt, aber ſie ſeufzt tief und ſieht Herrn Dermilly ſo zärtlich, ſo vielſagend an, daß dieß Schweigen beredter ſein muß als die bered⸗ teſte Sprache.
„Vergeſſen wir das,“ ſagt ſie endlich,„und den⸗ ken wir nur an Andreas. Willſt Du bei mir wohnen, Kleiner?“ fragt ſie mich.
Ich ſehe ſie erſtaunt an, aber ſchon jetzt fühle ich mich zu ihr hingezogen. Der Ausdruck ihres Geſich⸗ tes iſt ſo ſanft, ſo liebevoll. Und nun erſt die kleine Adolphine. Sollt' ich wohl mit ihr ſpielen dürfen? Ich mag nicht darnach fragen. Etwas unſchlüſſig antworte ich und ſehe Herrn Dermilly dabei an:
„Wie Herr Dermilly will; doch müßt' ich Vater Bernhard recht oft beſuchen dürfen.“
„Er meint ſeinen frühern Pflegevater,“ ſagt Herr Dermilly,„einen ehrlichen Auvergnaten, der ihn wie ſeinen Sohn liebt.“
„Das gefällt mir, lieber Andreas. Du wateſ ſehr Unrecht, den würdigen Mann zu vergeſſen. Ich
bin weit, weit entfernt, Dich zum Undank ermuntern
zu wollen. Nimm die Börſe und bringe ſie Deinem“


