Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

„

37

der ſeine Hand unter die Schürze von einer dieſer Damen ſteckt. Schon will ich: Diebe! Diebe! ſchreien, aber die Dame kehrt ſich um und ſieht ihn ſo freund⸗ lich an. Sie müſſen ſich gut kennen, ſcheint's. Endlich ſiegt die Katze, der Teufel verſchwindet, nicht in den dunkeln Schooß der Erde oder in die Luft, ſondern in den Hintergrund des Häuschens von Leinwand, das ſich plötzlich in Bewegung ſetzt und etwas weiter unten ſtille ſteht, zum großen Ergötzen der Zuſchauer. Ich nehme Peter beim Arm und reiße ihn mit fort. Noch wiſſen wir nicht, wohin wir gehen und wornach wir uns erkundigen ſollen;z aber Paris iſt ſo voll von Wundern und Herrlich⸗ keiten für uns, daß es uns ganz natürlich ſcheint, der Neugier nachzugeben und all' die tauſend Schön⸗ heiten um uns anzuſtaunen. Zwar ſehe ich mich unter der großen Menſchenmaſſe nach dem Serrn um, der eine Nacht bei uns ſchlief, und nach der ſchönen Dame, deren Porträt ich auf der Bruſt trage, auch nach dem hübſchen kleinen Mädchen; aber ich finde ſie nicht. Es muß doch nicht ſo leicht ſein, Jemand in Paris aufzufinden, wie ich mir dachte! „Mein Gott, wie groß!“ ruft Peter bei jedem Schritt aus, den wir vorwärts thun.„Sag' nur, Andreas, wie leicht kann man ſich hier verirren!“ „Gewiß, Bruder, und doch ſeh' ich noch kein Ende. Aber ſchau', Peter, ſchau', die Bäume, eine Promenade! Komm' hierher, da iſt's hübſcher und ſtiller von Wagen.“ Wir haben die Boulevards erreicht, denn das