Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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von der man uns ſo viel erzählt hat. Peter träumte von nichts als Marionetten, Seiltänzern und Schat⸗ tenſpiel an der Wand; ich aber fühle nach dem Porträt unter meiner Weſte und denke an den ein⸗ äugigen Herrn und das hübſche kleine Mädchen; ich bin ganz ſtolz, ihnen das Kleinod wiederbringen zu können, das ſie in unſerer Hütte liegen ließen. Es war mir, als müßte ich ſie gleich bei unſerer Ankunft in Paris treffen.

Unterwegs geht Alles gut; es begegnet uns nichts Ungewöhnliches. Wenn wir auf unſerm Marſch in einer Stadt Arbeit bekommen, ſo hält ſich Peter immer hübſch in dem nämlichen Kamin und geräth in keinen fremden; ſo gehört ſich's auch. Wir verdienen ge⸗ rade ſo viel, als wir brauchen. Endlich, endlich ſtehen wir am Ziel: ſchon erblicken wir ganz in der Ferne die ungeheuren Häuſer der großen Stadt. O⸗ wie that uns das ſo wohl, wie muthig fühlten wir uns.„Sieh', da liegt Paris,“ riefen wir Beide zu⸗ ſammen aus,„wo man ſo viel Geld verdient und ſo luſtig lebt und wo's ſo viel zu ſehen gibt: Ma⸗ rionetten und Seiltänzer, und wo man ſo gut ißt und trinkt.“

Vir geben uns die Hand, Peter und ich, werfen die Mütze hoch in die Luft und jauchzen laut auf vor Freude. Wenn wir nur erſt in Paris ſind, ſa⸗ gen wir uns, da muß es uns gut gehen, und man braucht da nur zu wohnen, um glücklich zu ſein⸗ Aber ich bin erſt acht Jahre alt und mein Brude ſieben. 4