aus ſeiner Wohnung, nach der Urſache des Lärmes ſich zu erkundigen.
„Wart', ich will Dich lehren, durch's Kamin her⸗ unterpoltern, Du Schelm!“ und damit applizirt er Petern ein halb Schock derber Fußtritte;„Du kehrſt das ganze Haus von unterſt zu oberſt, ftörſt die Tanten um ſieben Uhr aus ihrer Morgenruhe: da haſt Du Eins. Künftig bleib' hübſch in Deinem Schorn⸗ ſtein; treff' ich Dich wieder, ſo ſchneid' ich Dir, meiner Seel', beide Ohren ab.“
Nachdem er ſich ſo an meinem Bruder gerächt, geht er ruhig in ſeine Wohnung zurück. Auch die Köchinnen verlaufen ſich allmälig:'s iſt ja bloß ein Schornſteinfeger, der in's verkehrte Kamin gerathen. Aber Madame Durfort kann den jungen Mann mit Uniform und Schnurrbart nicht vergeſſen, der aus der Kammer ihrer Nichte ſich fortgeſchlichen und ihr einen Stoß gegeben hat, daß ſie der Länge nach hinfiel. Vor den Leuten ſchweigt ſie, doch kaum iſt ſie mit Aglae allein, ſo fragt ſie, wer der Eindringling ge⸗ weſen. Aglae iſt wie aus den Wolken gefallen und ſchwört, daß ſie Niemand geſehen. Endlich ſagt ſie, woher ein Schornſteinfeger gekommen, daher künne auch ein junger Offizier kommen. Die Tante weiß nichts darauf zu antworten; damit aber nicht wieder ein Schornſteinfeger nebſt Offizier in das Zimmer ihrer Richte regne, läßt ſie ſie neben ſich ſchlafen, bewacht ſie noch ſorgſamer als zuvor und ſchenkt Fifi die Freiheit trotz aller Bitten und Proteſtationen des jungen Mädchens.


