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Wort von Fifi. Um ſo reichlicher entſchädigte ſie ſich am andern Morgenz während man mit dem Vogel beſchäftigt ſchien, fragte und antwortete man ſich ge⸗ genſeitig. Der junge Offizier entdeckte bald die trau⸗ rige Lage der kleinen Nichte.
„Ach!“ rief Aglae, wehmüthig den Käfig anſe⸗ hend,„ich bin recht unglücklich, lieber Fifi! Ich ſoll erſt mit vierzig Jahren heirathen und doch bin ich erſt ſechszehn.“
„Entſetzlich, barbariſch! Eine ſo hübſche Blume in ihrem Frühling welken, einſam verſchmachten laſſen⸗ ihr die frohe Jugendluſt rauben! Mit vierzig Jahren denkt kein Weib mehr an's Vergnügen; Liebe iſt dann zur Freundſchaft, Thorheit zur Weisheit, Koketterie zur Vernunft geworden„und dann erſt ſollen Sie lieben dürſen? Hören Sie nicht auf eine Tante, die ſo grauſam iſt; gehorchen Sie den Geſetzen der Natur und den Eingebungen Ihres jugendwarmen Herzens! Der Frühling allein iſt die Zeit der Liebe, des Ver⸗ gnügens. Lieben Sie, reziende Aglae, lieben Sie, ehe Ihr Herz vor Alter und Weisheit einſchrumpft⸗ Nur um Liebe zu erwecken, hat die Natur Sie mit ſolchen Reizen, ſolcher Iugendfriſche ausgeſtattet. Oder hätten Sie Ihre Schönheit, um der Ihr gebührenden Huldigungen verluſtig zu gehen? Nein, erwiedern Sie
Gleiches mit Gleichem und glauben Sie an die Liebe
deſſen, der Ihnen ewige Anbetung ſchwört.“ Es war der Zeiſig, der ſo ſprach. Und Aglae 2 Sie warf dem Vogel ein Kußhändchen zu und ſtotterte: „Ja, ich will Dir glauben, Fifi, will Dich liehen!


