Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Die Damen gehen zu ihrem Nachbar, Herrn Boulette, den ſie um Beiſtand bitten. Diecſer, der nicht an Kartenpäckchen glaubt, lacht über Fräulein Dueroquets Erzählung. Die junge Magd, die Mar⸗ garethe, lacht auch, indem ſie die alte Jungfer ſpöt⸗ tiſch fragt, wie es komme, daß ſie ohne Licht bei dem Doktor ſei; denn Fräulein Cäſarine hat geſagt, daß ſie in der Dunkelheit die Geſtalt des aus dem Kamin herabgefallenen Gegenſtandes nicht habe unter⸗ ſcheiden können.

Dieſe hinterliſtige Frage der jungen Magd macht das alte Fräulein erröthen und ſie antwortet: der Doktor habe ihr den Puls gefühlt, ihr Schröpfköpfe auf die Schulter ſetzen wollen, und ſie habe aus Schicklichkeit gewünſcht, daß dieſe Operation in der Dunkelheit vorgenommen werden ſolle.

Jungfer Margarethe beißt ſich in die Lippen und erzählt dieſen Vorfall ihren Nachbarn: in zehn Mi⸗ nuten verbreitet ſich dieſe Geſchichte von Haus zu Haus in der ganzen Stadt; man weiß überall, daß der Doktor Sapiens im Dunkeln mit Fräulein Duecro⸗ quet, der er angeblich Schröpfköpfe ſetzen wollie, allein war, als Etwas aus dem Kamin herabfiel, welches die Operation unterbrach.

Jedes macht ſeinen Commentar hin uz man ſcherzt, man lacht, man erinnert ſich an die Sin der alten Jungfer, man beſpöttelt die zweiundvierzig⸗ jährige Tugend; denn es braucht nur einen Augen⸗ blick, um Das zu verlieren, was uns ſo viele Mühe

Panl de Kock. LRRRm. 5